Bis 1875 war die so genannte "deutsche Schrift" oder "Kurrent" die meist benutzte Handschrift in Dänemark. Den Schülern wurde diese Handschrift beigebracht. So gut wie alle älteren Akten sind in dieser Handschrift gefertigt - es ist deshalb notwendig zu lernen, diese Handschrift zu lesen, wenn Sie unsere Archivalien benutzen möchten.
Einige Buchstaben sind besonders schwierig. Die Buchstaben „f", „h" und das lange „s" sehen oft sehr ähnlich aus und können leicht verwechselt werden. Das kurze „s" ähnelt auch dem heute verwendeten „r". Die Buchstaben „v" und „r" sind auch sehr ähnlich.
Wenn Sie ältere Akten benutzen möchten, dann müssen Sie damit rechnen, dass die Buchstabierungsweise anders als in modernen Texten ist. Sie können nicht erwarten, dass die Worte korrekt buchstabiert sind, und Sie werden erleben, dass das gleiche Wort, manchmal sogar auf der gleichen Seite, auf verschiedene Weise geschrieben ist.
In älteren Texten - aus den Jahren zwischen 1600 und 1680 - finden Sie manchmal Worte mit einem „i" geschrieben, wo man im modernen Dänisch ein „e" benutzen würde. Z.B. kann „ihre" (auf Dänisch: „hendes") als „hendis" buchstabiert sein. Ebenso kann der Buchstabe „g" durch „ck" oder „ch" ersetzt sein, so dass das Wort „und" (auf Dänisch: „og") „och" oder „ock" buchstabiert ist.
Nachstehend sehen Sie Beispiele von Schriften aus verschiedenen Jahrhunderten